Potenzial zur Nutzung erneuerbarer Energie besteht in der hiesigen Region vor allem bei der Photovoltaik. Vor allem die Dächer sind im Blick, wenn es darum geht, weitere Flächen mit Solarzellen zu bestücken. Für Wohngebiete wird eine ganzheitliche Lösung zur Versorgung angestrebt.


Potenzial zur Nutzung erneuerbarer Energie besteht in der hiesigen Region vor allem bei der Photovoltaik. Über die Möglichkeiten zur Gewinnung von Elektrizität aus der Sonnenkraft informierten sich die Kommunalpolitiker der CDU-Fraktion bei der GGEW AG.

Vor allem die Dächer sind im Blick, wenn es darum geht, weitere Flächen mit Solarzellen zu bestücken. Die GGEW AG hat eine Reihe solcher Vorhaben vor Ort verwirklicht, unter anderem auf Gebäuden, die der Stadt Bensheim gehören. Für private Hauseigentümer bietet das Unternehmen ein Komplettpaket an, um „Sonnendächer“ für den Kunden zu betreiben. Für den selbst erzeugten Strom liegt damit eine „Strompreisbremse“ vor.

In Heppenheim wurde eine Freiflächen-Photovoltaikanlage errichtet. Die Christdemokraten sehen dies auch an anderen passenden Stellen in der Region als vorstellbar an - während dem Aufstellen von Windrädern die mangelnde Akzeptanz in der Bevölkerung und der Naturschutz entgegen stehen. Damit ließe sich die regionale Erzeugung erneuerbarer Energie steigern. Auf 55 Prozent des Strombedarfs im Netzgebiet der GGEW AG beläuft sich bereits ihre installierte Leistung.

Vorstand Carsten Hoffmann erläuterte gemeinsam mit den Bereichsleitern Dr. Michael Lomitschka und Uwe Sänger die Strategie des kommunalen Versorgungsunternehmens, das einen starken regionalen Fokus hat, aber auch den deutschlandweiten Vertrieb weiterführt: kosteneffizient arbeiten, einen guten Service bieten und innovative Angebote machen. Dazu zählen neben der erneuerbaren Stromerzeugung auch Dienstleistung rund um Energie besonders in Neubaugebieten sowie Ausbau und Vermarktung der Glasfaserinfrastruktur.

Für Wohngebiete wird eine ganzheitliche Lösung zur Versorgung angestrebt, die benötigte Energie soll weitgehend im Quartier selbst erzeugt werden. Der Strom speist sich großteils aus Photovoltaik, mit der Möglichkeit zur Speicherung. Heizungen können durch ein Nahwärmenetz betrieben werden, das mit einem Blockheizkraftwerk unter Einsatz von Biogas verbunden ist. Für die Steuerung ist ein Breitbandnetz erforderlich, das gleichzeitig den Zugang zu schnellem Internet ermöglicht.

„Die CDU hat sich dafür eingesetzt, die Voraussetzungen für ein solches Konzept beispielsweise im Neubaugebiet in Fehlheim zu berücksichtigen. Dort ist die Nutzung der Dachflächen für Photovoltaik verpflichtend. Form und Neigung der Dächer wurden entsprechend festgelegt“, erklärt Fraktionsvorsitzender Markus Woißyk. Eine Maßnahme, die dazu dient, im Wohnsektor den Klimaschutz konkret umzusetzen.

Die Pläne der GGEW AG reichen bis hin zum Angebot von Carsharing mit Elektroautos, das in einem solchen Wohngebiet etabliert werden könnte, sowie öffentlichen Elektroladesäulen. In der Region hat der Energiedienstleister den Ausbau der Infrastruktur für die Elektromobilität vorangetrieben. 87 Punkte mit Ladesäulen stehen inzwischen zur Verfügung.

Weiteres Beispiel für intelligente Konzepte ist die Straßenbeleuchtung im Gewerbegebiet Stubenwald II. Die LED-Leuchten richten sich automatisch nach dem Bedarf, sie erhöhen die Helligkeit bei Bewegung im Umfeld - ansonsten strahlen sie weniger intensiv. Somit sorgen sie für einerseits energiesparende und andererseits sicherheitsgebende Ausleuchtung.

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