Die Hochspannungsleitung am Berliner Ring muss aufgrund ihres Alters ersetzt werden. „Die CDU spricht sich dafür aus, die Hochspannungsleitung in diesem Bereich als Erdkabel zu verlegen oder eine andere Trasse westlich der Autobahn zu wählen“, verdeutlicht Fraktionsvorsitzender Markus Woißyk die seit längerem bestehende Position.


Die CDU-Stadtverordneten luden letzte Woche zu einem Ortstermin in die Weststadt ein. Anlass ist die geplante Erneuerung der Hochspannungsfreileitung am Berliner Ring. Hierzu haben Bürgermeister Rolf Richter und Erster Stadtrat Helmut Sachwitz über den aktuellen Sachstand informiert. Zahlreiche Bürger aus den umliegenden Wohngebieten nahmen an der Informationsveranstaltung teil. Das Interesse war deutlich spürbar und groß.

Die Hochspannungsleitung am Berliner Ring muss aufgrund ihres Alters ersetzt werden. Die Masten stehen bislang in der Wohnsiedlung zwischen Schwanheimer und Wormser Straße. „Jetzt bietet das Planungsverfahren die Gelegenheit, die bisherige Streckenführung zu überdenken und Alternativen zu prüfen“, sagt Ortsvorsteherin Ingrid Schich-Kiefer. „In Frage steht, ob die Freileitung auch künftig durch das Wohngebiet geführt werden muss. Eine neue Stromtrasse als Erdkabel soll von Anfang an in das Planfeststellungsverfahren münden."

Bislang plant die Betreiberfirma jedoch, auf der vorhandenen Strecke die Leitungen zu ersetzen und die Masten zu erhöhen. Technisch wäre eine Verkabelung in der Erde möglich, aber teurer als neue Masten. In einem Planfeststellungverfahren ist über die Ausführung zu entscheiden.

„Die CDU spricht sich dafür aus, die Hochspannungsleitung in diesem Bereich als Erdkabel zu verlegen oder eine andere Trasse westlich der Autobahn zu wählen“, verdeutlicht Fraktionsvorsitzender Markus Woißyk die seit längerem bestehende Position. „Die Wohnqualität soll dadurch wesentlich verbessert werden.“

Bürgermeister Rolf Richter stellte verschiedene Varianten einer Erdverkabelung vor, die sich in den Mehrkosten deutlich von einer neuen und größeren Hochspannungsfreileitung unterscheiden. Ausschlaggebend für zukünftige Kosten sind unter anderem ab welchem Mast die Erdverkabelung beginnt und welcher Eingriff entlang der neuen Strecke notwendig sein wird. Aktuell befinde man sich in einer Grobplanung von Trassenvarianten. Nähere Untersuchungen werden aufzeigen, welche Variante schlussendlich umsetzbar ist und welche Kosten hierfür entstehen.

Für ihre Forderung bemühte sich die CDU in den vergangenen Monaten um Unterstützung auf verschiedenen Ebenen. Hilfe erhalten die Christdemokraten auch vom Bundestagsabgeordneten Dr. Michael Meister, der in Gesprächen mit den Verantwortlichen der Betreiberfirma für die Forderung aus Bensheim wirbt.

„Jetzt ist der geeignete Zeitpunkt gekommen, um eine Veränderung der Situation in der Wohnsiedlung herbeizuführen“, sagt CDU-Stadtverordneter Markus Geißelmann. Und weiter: „Wir setzen uns dafür ein, diese Gelegenheit zu nutzen und eine sehr wichtige Veränderung vor Ort herbeizuführen.“ Die Masten gehören in der heutigen Zeit aus der Siedlung heraus, vor allem zum Schutz der dort lebenden Menschen. Frei werdenden Flächen könnten zur Wohnbebauung genutzt werden. Die Hinweise der anwesenden Bürger beim Ortstermin nehmen die Christdemokraten auf und lassen im weiteren Verfahren ihre Umsetzbarkeit überprüfen.

Auf Initiative der CDU wird die Koalition einen Antrag in die kommende Sitzung der Stadtverordnetenversammlung im Dezember einbringen und den Magistrat in seinem weiteren Vorgehen bestärken. Die Koalitionäre setzen auf breite Zustimmung, um eine deutliche politische Willensbekundung gegenüber dem Betreiber Westnetz GmbH und den zuständigen Behörden zu signalisieren.

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